Die Sai

Sai oder Jitte, meist dreizackige Metallgabel (es gibt auch zweizackige), deren Herkunft nicht nachweisbar ist. Dreizackige Fischgabeln und landwirtschaftliche Heugabeln gab es in Europa, vielleicht gelangten sie über den eurasischen Kontinent via China nach Okinawa und Japan. Ursprünglich wurde die Gabel mit einem langen Stiel und zwei Zacken zur Verteidigung verwendet. In der Ming-Zeit kam dann der 3. Zacken dazu. Diese Waffe wurde von Reitern und Fußsoldaten verwendet und war ihrer Reichweite wegen vor allem gegen japanische Säbel von großem Vorteil. Seit der Ming-Dynastie (1368–1644) wurde der Dreizack mit langem Stiel auch bei Tigerjagden eingesetzt. Sai werden im Normalfall paarweise verwendet, manchmal sind es auch drei, wobei einer dann im Gürtel als Reserve steckte, falls man eine Gabel geworfen hatte. Man kann mit den Sai Blocken, Schlagen, Stoßen, Entwinden, Festnageln, Heranziehen. In Japan war diese Waffe ebenfalls als Jitte bekannt und wurde von der Polizei gegen Schwerter verwendet.

 

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