BBL: TG Würzburg Wildcats 2 TSV 1880 Wasserburg 67 : 60 (13 : 22; 34 : 35; 51 : 47)
Verschlafenen Start noch einmal ausgebügelt!
Überhaupt nicht in die Gänge kamen die zunächst sehr zahmen Wildcats in ihrem ersten Heimspiel der Rückrunde in der Regionalliga Südost. Die blendend eingestellten Gäste aus Wasserburg hatten ihre Lehren aus der klaren Niederlage im Hinspiel gezogen und machten dem Heimteam mit ihrer kompakten Defense und etlichen Fast Breaks im ersten Viertel schwer zu schaffen. Der 5 : 18 - Rückstand in der achten Spielminute sollte jedoch die deutlichste Führung der anfangs sehr engagiert und konzentriert aufspielenden Gäste bleiben. Fortan besannen sich die Würzburgerinnen auf ihre Teamqualitäten, unterbanden die schnellen Anspiele nach vorne und erarbeiteten sich durch geschicktes Passspiel klarere Chancen im Angriff, die sie nun auch konsequent nutzten. Die im zweiten Viertel vor allem durch die Innenspieler Kleinhenz und Fowler-Michel sowie durch erfolgreiche Korbleger von Christina Böpple eingeleitete Wende brachte die TGW bis zur Halbzeit auf einen Punkt an die Gegnerinnen heran. Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit gehörte ebenfalls den Wildcats und sie konnten sich durch einen 11:0-Run auf 45:37 absetzen. Zu diesem Zeitpunkt sah es so aus, als hätte die Bundesligareserve der Blue Sharks sich gefangen und könnte den Gegner kontrollieren. Doch die von einer überragenden Eva Gröger angeführten Wasserburgerinnen gaben nicht auf und arbeiteten sich noch einmal auf vier Punkte heran (51:47 vor dem letzten Viertel). Doch diese Aufholjagd kostete sie viel Kraft, während die Wildcats ihren Leistungsträgerinnen immer wieder zumindest kurze Pausen gönnen konnten. So vermochten diese zu Beginn des letzten Viertels noch einmal deutlich zuzulegen und wirkten nach der 60:47-Führung in der 33. Spielminute schon wie der sichere Sieger der Partie. Durch Unachtsamkeiten und vergebene Chancen bot sich den zu keinem Zeitpunkt der Begegnung aufsteckenden Gästen aber noch einmal die Chance zur Verkürzung des Rückstands. Nach einem 8:0-Lauf der TSVlerinnen waren die Würzburgerinnen sehr dankbar, dass Janet Fowler-Michel und Eva Kriebel in der 39. Spielminute den Vorsprung ihres Teams noch einmal auf acht Punkte erhöhen konnten. Wasserburg versuchte es nun mit Stop-the-clock-Fouls und kam tatsächlich dank des einzigen erfolgreichen Dreipunktewurfs des gesamten Spiels durch Franziska Dausinger und einer 8:2 - Freiwurfquote der Wildcats noch einmal auf vier Punkte heran (64:60), aber danach bewiesen Laura Hellmann und die Würzburger Topscorerin Andrea Kleinhenz Nervenstärke von der Freiwurflinie und stellten mit einer 4:3-Erfolgsquote den hart erkämpften Sieg sicher.
28.01.2012

