Das Karate-Dojo der Turngemeinde Würzburg wurde 1967 von Peter Bunzen gegründet, womit es das älteste in Würzburg und eines der ältesten in Bayern ist. Wir sind dem Deutschen Karate Verband (DKV), bzw. dem Bayerischen Karate Bund (BKB) angegliedert und betreiben die Stilrichtung Shotokan-Karate. Wir bieten an: Karate, Kobudô und Taiji (T'ai-chi). Wie in den meisten Dôjôs Deutschlands wurde auch bei uns lange Zeit ausschließlich Sport-Karate betrieben. Um mehr über die Hintergründe und Geschichte unserer bis dahin nur als Kampfsport ausgeübten Kampfkunst zu erfahren, schloss sich anfangs der 90er Jahre eine Gruppe unseres Dôjô dem französischen Verband CRB (Centre de Recherche Budo) an. Der CRB wurde 1974 von Sensei Roland Habersetzer, 9. Dan (Japan), ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Entstehungsgeschichte der Kampfkünste zu erforschen und seinen Schülern die ursprüngliche Schärfe und Zielsetzung des Karate wieder zu vermitteln. Im Frühjahr 2006 erhielt Sensei Habersetzer bei einem Besuch seines Lehrers Ogura Tsuneoshi in Japan, den Titel Hanshi 9 Dan und ist gleichzeitig Stilgründer des Tengu-ryu, ein Stil, der sich mehr dem ursprünglichen Gedanken des Karate annähert, das gesund und doch effektiv ist. Einzelheiten über das Institut Tengu und den CRB finden Sie unter dem ICON CRB.
Sensei Habersetzer hat sein Honbu-Dôjô in Straßburg, wo er auch seine Lehrgänge unter verschiedenen Aspekten für verschiedene Zielgruppen abhält. Während in französischer Sprache mehr als sechzig Bücher und Artikel aus seiner Feder in Fachzeitschriften erschienen, gab es lange Zeit nur eines seiner Bücher in deutscher Übersetzung, nämlich Karate für Meister (Berlin 1994). In seinen Publikationen, von denen es jetzt bereits weitere in deutscher Übersetzung gibt ( Bubishi, Koshiki-kata),wie auf seinen Lehrgängen bedauert Sensei Habersetzer immer wieder das Verflachen und Verblassen der alten Kampfkunst zum reinen Sport-Karate, wobei die wirkliche Schärfe und Praxisnähe verloren gehen. Auf seinen Lehrgängen zeigt Sensei Habersetzer "alte" Katas aus der frühen Karate-Zeit im Vergleich zu ihren neuen Varianten, die, unter Einbeziehung von Elementen aus den alten Katas, sportlich attraktivere Formen darstellen. Im heutigen Sport-Karate ist das Randori, die lockere Kampfübung, das Ziel, womit das zu Beginn des "Karate-Weges" eigentlich erstrebte Ziel leicht aus den Augen und man in eine Sackgasse geraten kann. Fehlendes Können und Verständnis wird dabei häufig kaschiert durch Brutalität im Kumite bzw. Theatralik und Selbstdarstellung in der Kata. Die Umkehr vom reinen Sport-Karate zum ursprünglichen, praxisnahen Karate ist jedoch nicht leicht zu vollziehen. Wir sind eine Gruppe von Karateka, die gerne miteinander üben und an sich arbeiten, wobei es in unserem Verständnis des Karate nicht ausschließlich um die rein körperliche Technik geht, sondern auch um das Verstehen der eigenen Stärken und Schwächen und der des Partners. So wachsen wir auf dem Weg zu höheren Graduierungen auch immer mehr zu einer homogenen Gruppe, die sich jedoch nicht als abgeschlossene Einheit sieht, sondern beweglich und offen ist für neue Personen und Persönlichkeiten.

Einzelheiten über das Institut Tengu und den CRB finden Sie unter dem ICON CRB.
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